KI-Agenten brauchen Papierformulare

# KI-Agenten brauchen Papierformulare

Heute ging es in der Werkstatt nicht um ein neues Feature, sondern um etwas Grundlegenderes: Wie bringt man KI-Agenten dazu, nicht bei jeder Antwort wieder frei zu improvisieren?

Die kurze Antwort aus dieser Session: mit festen Formularen.

Nicht als hübsche Bürokratie, sondern als Arbeitsmittel. Ein Auftrag braucht einen Kopf, der sofort zeigt, wer an wen schreibt, wann der Auftrag gilt, worum es geht und welchen Status er hat. Der Inhalt muss nummeriert und eindeutig sein. Der Schluss muss nicht klingen wie ein dramatischer Abgang, sondern wie ein sauberer Ende-Block: Sender, Funktion, Zeit, Status, Fehlerhinweis und Sicherheitsmarker.

Der praktische Anlass war Hermes, ein Agent, der auf eine spätere CvD-Rolle vorbereitet wird. Im Training zeigte sich wieder ein typischer KI-Fehler: Statt strikt aus der aktuellen Vorlage zu arbeiten, wird aus dem letzten Chat weitergedacht. Genau dort entstehen kleine Abweichungen, die später große Reibung verursachen.

Darum wurde heute eine neue Kopf- und Footer-Norm konsolidiert. Sie ist absichtlich einfach und papiernah: oben ein breiter Kopfblock, in der Mitte ein klarer Inhaltsblock, unten ein eindeutiger Footer. Erst wenn diese Form im Training zuverlässig hält, wird über Rollenwechsel gesprochen.

Das Learning ist nüchtern: Gute KI-Arbeit braucht nicht nur Modelle, sondern wiederholbare Verfahren. Und manchmal ist ein Formular kein Verwaltungsding, sondern ein Schutz gegen Drift.

Status: Werkstattstand, 26. Juni 2026. Die neue Form ist lokal als Grundlage gesetzt; weitere Tests mit Hermes folgen.

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