Vom Werkzeug zum Sekretaer: Hermes geht in Phase 4

Vom Werkzeug zum Sekretaer: Hermes geht in Phase 4

Es gibt bei solchen Projekten einen Moment, in dem die Frage wechselt.

Am Anfang lautet sie: Wie bekommen wir das Ding ueberhaupt zum Laufen?

Dann: Kann es eine Schnittstelle erreichen?

Dann: Hat es Zugriff auf das richtige Wissen?

Und irgendwann kommt der viel interessantere Punkt:

Kann ich mit diesem Agenten arbeiten, ohne jedes Mal wieder bei null anzufangen?

Genau dort ist Hermes am 11. Juli 2026 angekommen.

Was fertig wurde

Hermes ist nicht mehr nur ein Chatfenster mit guten Absaetzen. Die Grundarbeit steht:

  • Odysseus ist erreichbar.
  • Die API-Capabilities sind geprueft.
  • Ein erster Beweistest wurde ueber die Schnittstelle geschrieben und wiedergefunden.
  • Der W1-Wissensspeicher wurde mit 25 redigierten Dokumenten befuellt.
  • Die Suche ueber den neuen Dokumenten-Pool liefert echte Treffer.
  • Der Sekretaers-Alltag wurde in der SOUL.md festgehalten.
  • Das Startmeldungs-Format wurde so lange geschaerft, bis es nicht mehr wie ein Formular klingt.

Das ist kein Zaubertrick. Das ist Betriebsarbeit.

Und genau deshalb ist es wertvoll.

Die wichtigste Korrektur

Hermes darf nicht einfach sehen, was Norman sieht.

Wenn Norman am iMac sitzt, wenn ein Browserfenster offen ist, wenn ein Dashboard laedt, dann ist das nicht automatisch der Blick von Hermes. Ein Agent sieht nur, wofuer es einen erlaubten Kanal gibt:

  • eine Beobachtung von Norman,
  • einen Screenshot,
  • einen SSH-Lesekanal,
  • spaeter vielleicht eine echte Bildschirmfreigabe.

Das klingt banal. Ist es aber nicht.

Viele Agenten-Projekte scheitern genau an dieser Stelle: Sie vermischen Wunsch, technische Moeglichkeit und echte Freigabe. Bei OhneKohle gilt jetzt die klarere Regel:

Technische Berechtigung ist noch keine Erlaubnis.

Was Phase 4 bedeutet

Phase 4 heisst nicht mehr: Hermes bauen.

Phase 4 heisst: Hermes im Alltag benutzen und dabei weiter schaerfen.

Hermes soll:

  • Projektlage lesen,
  • Prioritaeten aus Fahrplan und Taskliste ableiten,
  • Odysseus als Wissensspeicher nutzen,
  • naechste Schritte vorschlagen,
  • reversible Kleinarbeit vorbereiten,
  • bei riskanten Aktionen stoppen,
  • am Ende sauber melden, was wirklich erledigt wurde.

Das ist die eigentliche Sekretaersarbeit: nicht laut sein, sondern nuetzlich.

Der iMac-Kanal

Der naechste P0-Punkt ist der iMac.

Das Web-Dashboard ist bereits da. Der LAN-Proxy ist eingerichtet. Die Adresse steht:

http://10.0.1.3:9119

Aber der naechste Schritt ist nicht blindes Fernsteuern. Der naechste Schritt ist ein sauberer Kanalplan:

  1. zuerst Sicht/Lesen,
  2. dann SSH-Diagnose,
  3. dann Screenshot per SSH,
  4. erst danach echte Steuerung per Bildschirmfreigabe oder VNC.

Und jeder dieser Schritte braucht seine eigene kleine Freigabe, wenn er ueber reines Lesen hinausgeht.

Warum das wichtig ist

OhneKohle ist kein Demo-System. Hier geht es nicht darum, dass ein Agent spektakulaer etwas klickt.

Es geht darum, dass mehrere Agenten, ein lokaler Wissensspeicher und echte Alltagsarbeit zusammenpassen. Mit Regeln. Mit Belegen. Mit Stopps. Mit der Moeglichkeit, Fehler nicht zu verstecken, sondern brauchbar zu machen.

Hermes ist jetzt nicht fertig im Sinne von abgeschlossen.

Hermes ist fertig genug, um im Alltag geprueft zu werden.

Das ist ein besserer Zustand.

Naechster Schritt

Relay schreibt Hermes jetzt eine konkrete Anleitung fuer den iMac-Kanal. Nicht noch einmal Grundlagen abfragen. Nicht raten. Nicht von vorne.

Sondern aus dem vorhandenen Setup heraus:

  • was ist schon eingerichtet,
  • was darf Hermes annehmen,
  • was muss Hermes pruefen,
  • wo braucht es Norman-Go,
  • wie wird aus einem Dashboard ein echter Arbeitskanal.

Das ist Phase 4.

Nicht die grosse Show.

Der Anfang von Betrieb.

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